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Kampfesspiele

Kampfesspiele® sind eine von Josef Riederle für die Jungenarbeit entwickelte bewegungs- erlebnispädagogische Methode, die sich für die Selbstbehauptung und Gewaltprävention als ebenso fruchtbar wie wirkungsvoll erwiesen hat.

Respect! arbeitet seit 2006 mit Josef Riederle und seinem Bildungsinstitut kraftprotz zusammen. Alle Trainer von Respect! sind als Anleiter Kampfesspiele® ausgebildet und arbeiten u.a. mit diesem Ansatz in ihren Kursen. Respect! fördert die Verbreitung der Kampfesspiele® in der Schweiz, indem wir regelmässig Schnuppertage und Ausbildungsgänge zum Anleiter Kampfesspiele® mit Josef Riederle organisieren. Für Männer (und Frauen), die professionell mit Jungs arbeiten und auf der Suche sind nach wirkungsvollen Methoden der Bubenarbeit.
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Wie funktionieren Kampfesspiele®?

Die meisten Jungen suchen kraftvollen dynamischen Körperkontakt. Doch ihnen fehlen oft Formen, wie sie Körperkontakt ohne Gewalt und Grenzüberschreitung erreichen können. Kampfesspiele® nutzen dieses Bedürfnis als Ressource. In einem geschützten Rahmen, wo Jungs unter sich sein können, kann dynamischer Körperkontakt fruchtbar werden, statt in Gewalt auszuarten. Um diesen Rahmen zu schaffen, wird der Kampf um wichtige Elemente ergänzt und erweitert. Aus Kampf werden Kampf-Es-Spiele.

Kampf:Fairer, Regel geleiteter, dynamischer Körperkontakt.
Es:Rituale, die dem Kampf Bewusstheit und Ruhe gegenüberstellen, und damit Reflexion, Wachstum und Entwicklung ermöglichen.
Spiele:Spass und Freude, freiwilliges, gemeinsames Erleben im Moment.

Die Verbindung dieser drei Elemente ermöglicht es, mit Jungs schnell in eine respektvolle Beziehung zu kommen und fruchtbare Momente zu schaffen: „reale“ und für die Jungs unmittelbar relevante Situationen, in denen wichtige Themen wie Respekt, Fairness, Ehre, Mitgefühl, Beschämung direkt erlebt, reflektiert und diskutiert werden können. Dadurch können sich eingespielte Muster und Verhaltensweisen aufweichen und Handlungsspielräume erweitern. Durch das miteinander Kämpfen lernen Jungs, sich von ihrer Angst nicht lähmen zu lassen, sondern sich wach und angemessen einer Herausforderung zu stellen, und damit handlungsfähig zu bleiben. Sie lernen neue Formen der Entspannung kennen: Sie erwerben sich Alternativen zum Spannungsabbau durch Gewalt gegen sich oder andere. Jungs können im fairen Kämpfen auch erleben, dass Mitgefühl und Verbundenheit wichtige Eigenschaften eines guten Kämpfers und eines angesehenen Mannes sind. Kampfesspiele sind deshalb eine wirkungsvolle Methode, um Jungs bei der Entwicklung einer selbstbewussten und respektvollen Männlichkeit zu unterstützen, die sich nicht an den Rambos dieser Welt orientiert.